S5 nach S7 Adressumsetzung: Komplette I/O-Tabelle
Komplette Referenz zur Konvertierung von Siemens S5-Adressen nach S7. Eingänge (E→I), Ausgänge (A→Q), Merker (M/F), Datenbausteine (DW→DBW×2 mit Bit-Mapping), Timer, Zähler und Peripherie.
S5 nach S7 Adressumsetzung: Komplette I/O-Tabelle
Die Konvertierung von S5- nach S7-Adressen ist bei Eingängen, Ausgängen und Merkern unkompliziert — die Nummern bleiben gleich. Die kritische Konvertierung betrifft Datenbausteine: S5 verwendet Wortadressierung (DW 0, DW 1, DW 2...), S7 verwendet Byteadressierung (DBW 0, DBW 2, DBW 4...). Jede S5-Datenwortadresse muss für S7 mit 2 multipliziert werden. Diese eine Regel verursacht mehr Migrationsfehler als jede andere.
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Eingänge
Eingänge sind in S5 und S7 identisch.
| S5 | S7 | Typ |
|---|---|---|
| E 0.0 | E 0.0 / I 0.0 | Eingangsbit |
| EB 0 | EB 0 / IB 0 | Eingangsbyte |
| EW 0 | EW 0 / IW 0 | Eingangswort |
| ED 0 | ED 0 / ID 0 | Eingangsdoppelwort |
Keine Konvertierung nötig.
Ausgänge
Ausgänge sind in S5 und S7 identisch. Nur die englische Mnemonik ändert sich (A→Q).
| S5 | S7 | Typ |
|---|---|---|
| A 4.0 | A 4.0 / Q 4.0 | Ausgangsbit |
| AB 4 | AB 4 / QB 4 | Ausgangsbyte |
| AW 4 | AW 4 / QW 4 | Ausgangswort |
Keine Konvertierung nötig.
Merker
Merker sind zwischen S5 und S7 identisch. In älteren S5-Programmen wird statt M das Kürzel F (Flag) verwendet: F 10.0 = M 10.0, FW 100 = MW 100, FY 20 = MB 20.
| S5 | S5 (alte Notation) | S7 | Typ |
|---|---|---|---|
| M 10.0 | F 10.0 | M 10.0 | Merkerbit |
| MB 20 | FY 20 | MB 20 | Merkerbyte |
| MW 100 | FW 100 | MW 100 | Merkerwort |
| MD 200 | — | MD 200 | Merkerdoppelwort |
Keine Konvertierung nötig. Nur F→M und FY→MB ersetzen bei älterer Notation.
Datenbausteine — KRITISCH (DW × 2 = DBW)
Dies ist die wichtigste Konvertierungsregel bei jeder S5→S7-Migration. Wird sie vergessen, liest das Programm verfälschte Daten — lautlos, ohne Fehlermeldung.
Die Regel
S5 nutzt Wortadressierung. DW 0 ist das erste Wort, DW 1 das zweite, DW 2 das dritte. Jedes Wort liegt 2 Bytes auseinander.
S7 nutzt Byteadressierung. DBW 0 beginnt bei Byte 0, DBW 2 bei Byte 2, DBW 4 bei Byte 4.
Konvertierung: S7-Byteadresse = S5-Wortadresse × 2
Datenwort-Konvertierungstabelle
| S5 | S7 (AWL) | S7 (SCL) | Berechnung |
|---|---|---|---|
| A DB10 / L DW 0 | L DB10.DBW 0 | DB10.DBW0 | 0 × 2 = 0 |
| A DB10 / L DW 1 | L DB10.DBW 2 | DB10.DBW2 | 1 × 2 = 2 |
| A DB10 / L DW 5 | L DB10.DBW 10 | DB10.DBW10 | 5 × 2 = 10 |
| A DB10 / L DW 10 | L DB10.DBW 20 | DB10.DBW20 | 10 × 2 = 20 |
| A DB10 / L DW 50 | L DB10.DBW 100 | DB10.DBW100 | 50 × 2 = 100 |
| A DB10 / L DW 100 | L DB10.DBW 200 | DB10.DBW200 | 100 × 2 = 200 |
| A DB10 / L DW 255 | L DB10.DBW 510 | DB10.DBW510 | 255 × 2 = 510 |
Datenbyte-Konvertierung
S5 teilt jedes Datenwort in ein linkes Byte (DL) und ein rechtes Byte (DR):
| S5 | S7 | Erklärung |
|---|---|---|
| DL 0 (linkes Byte von DW 0) | DB10.DBB 0 | Wort 0 × 2 = Byte 0 (High-Byte) |
| DR 0 (rechtes Byte von DW 0) | DB10.DBB 1 | Wort 0 × 2 + 1 = Byte 1 (Low-Byte) |
| DL 5 | DB10.DBB 10 | Wort 5 × 2 = Byte 10 |
| DR 5 | DB10.DBB 11 | Wort 5 × 2 + 1 = Byte 11 |
Datenbit-Konvertierung — Am komplexesten
S5-Datenbits sind 0–15 innerhalb jedes Datenworts nummeriert. Bit 0 ist das LSB (ganz rechts) im rechten Byte (DR), Bit 15 das MSB (ganz links) im linken Byte (DL).
Konvertierungsregeln:
- S5 Bits 0–7 (rechtes Byte, DR) → S7: DBX [Wort×2+1].[Bit]
- S5 Bits 8–15 (linkes Byte, DL) → S7: DBX [Wort×2].[Bit−8]
| S5 | S7 | Berechnung |
|---|---|---|
| D 0.0 | DBX 1.0 | Bit 0 → rechtes Byte: 0×2+1=1, Bit 0 |
| D 0.7 | DBX 1.7 | Bit 7 → rechtes Byte: 0×2+1=1, Bit 7 |
| D 0.8 | DBX 0.0 | Bit 8 → linkes Byte: 0×2=0, Bit 8−8=0 |
| D 0.15 | DBX 0.7 | Bit 15 → linkes Byte: 0×2=0, Bit 15−8=7 |
| D 25.3 | DBX 51.3 | Bit 3 → rechtes Byte: 25×2+1=51, Bit 3 |
| D 25.8 | DBX 50.0 | Bit 8 → linkes Byte: 25×2=50, Bit 8−8=0 |
S5 DB-Aufschlag-Befehl
In S5 muss ein Datenbaustein geöffnet werden, bevor darauf zugegriffen wird. In S7 wird die DB-Nummer bei jedem Zugriff direkt angegeben.
| S5 | S7 (AWL) | S7 (SCL) |
|---|---|---|
| A DB 10 / L DW 5 | L DB10.DBW 10 | temp := DB10.DBW10; |
Timer und Zähler
Timer-Nummern sind identisch (T 0–T 255). Zähler-Nummern ebenso (Z→Z deutsch, Z→C englisch). Siehe S5-Timer-Konvertierung für Details zum unterschiedlichen Timer-Verhalten.
Peripherie-Zugriff
| S5 | S7 (deutsch) | S7 (englisch) |
|---|---|---|
| PEW 256 | PEW 256 | PIW 256 |
| PAW 256 | PAW 256 | PQW 256 |
Keine Konvertierung nötig bei den Adressnummern.
S5-Adressen ohne S7-Äquivalent
| S5 | Zweck | S7-Lösung |
|---|---|---|
| DX (erweiterter DB) | Zusätzlicher DB-Typ | Regulären DB verwenden |
| RS (Systemdaten) | Systemdatenwörter | OB-Startinfo, SDB oder SFC-Aufrufe |
| DO FW/DW | Indirekter Wortzugriff | Pointer-Adressierung mit MW/MD |
| B MW (Basisregister) | Indirekte Adressierung | AR1/AR2 Adressregister |
| LIR / TIR | Indirektes Laden/Transferieren | L/T mit Pointer [MD] |
Kurzreferenz: Deutsche ↔ Englische Mnemonik
| Deutsch | Englisch | Bedeutung |
|---|---|---|
| E | I | Eingang |
| A | Q | Ausgang |
| M | M | Merker |
| T | T | Timer |
| Z | C | Zähler |
| DB | DB | Datenbaustein |
| PEW | PIW | Peripherie-Eingangswort |
| PAW | PQW | Peripherie-Ausgangswort |
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Häufig gestellte Fragen
Warum ist die S7-Datenbaustein-Adresse anders als in S5?
S5 nutzt Wortadressierung (DW), S7 nutzt Byteadressierung (DBW). Da ein Wort = 2 Bytes, ist die S7-Adresse immer S5-Adresse × 2. DW 5 = DBW 10.
Was passiert, wenn ich die ×2-Konvertierung vergesse?
Das Programm liest falsche Daten — lautlos. DW 5 in S5 sind Bytes 10–11. DBW 5 in S7 sind Bytes 5–6. Völlig andere Daten, keine Fehlermeldung. Das ist der gefährlichste Migrationsfehler, weil er stumm ist.
Ändern sich Eingänge und Ausgänge zwischen S5 und S7?
Nein. E 0.0 in S5 ist E 0.0 in S7. Die Adressnummern sind identisch.
Was ist die F-Notation in S5?
F (Flag) ist die ältere S5-Notation für Merker. F 10.0 = M 10.0, FW 100 = MW 100, FY 20 = MB 20. S7 verwendet immer M.
Gepflegt von PLCcheck.ai. Letztes Update: März 2026. Keine Verbindung zu Siemens AG.
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